You are currently viewing Social Media für meine Forschung

Social Media für meine Forschung

Social Media gehören für mich zu meinem Alltag und das nicht nur aus wissenschaftlichem Interesse. Eine Beschreibung, wie ich persönlich soziale Medien definiere, erspare ich mir und euch + Ihnen an dieser Stelle. In den letzten zwei Jahren ist das Thema „Social Media in der Wissenschaft“ auch aufgrund der Coronapandemie stärker aufgekocht.

Wie ich Social Media für meine Forschung nutze!

Meine Promotionszeit an der Universität Bonn geht ins dritte Jahr. Ich finde, dass es Zeit ist, darüber zu berichten, wie ich soziale Medien in den beiden vergangenen Jahren für meine Forschungsarbeit verwendet habe. Zum einen ist die Datenbasis meiner Doktorarbeit durchtränkt mit Daten aus Social-Media-Kanälen. Hierüber möchte ich an dieser Stelle jedoch nicht schreiben. Vielmehr geht es mir um einen Erfahrungsbericht, wie ich den Einsatz von Social Media für die Wissenschaft in letzter Zeit erlebt habe.

Ich möchte, dass Menschen verstehen, warum ich so sehr für den Einsatz sozialer Medien für die Wissenschaft bin. Und dass es tatsächlich Spaß macht, diese für Wissenschaftskommunikation einzusetzen. Wie sagte mein Fitnesstrainer doch immer wieder: „Denn sie wissen, was sie tun!“ Ja, das sollte zumindest auch für die wissenschaftlichen Tätigkeiten @ Social Media gelten. Zumindest mit einer hohen Wahrscheinlichkeit, denn ein Restrisiko und blinde Flecken sind immer vorhanden.

Widerspenstige Digitale Gefolgschaft!

Der Einsatz von Social Media in und für die Wissenschaft wirft berechtigterweise Fragen auf. Mir stößt die Macht einiger weniger Mega-Unternehmen auch unangenehm auf. Dennoch sehe ich in der Anwendung eines bunten Social-Media-Straußes, der offen für nachhaltige Entwicklungen der globalen und lokal handelnden Gemeinschaften ist, ein enormes Potenzial, mit den sich Wissenschaftler:innen aller Disziplinen auseinandersetzen sollten.

Hier ein Beispiel vom Forum Wissenschaftskommunikation 2021, das unter dem Hashtag #fwk21 auf Twitter häppchenweise nachgelesen werden kann.

Für meine Dissertation bieten derartige Veranstaltungen, während denen auch auf Social Media über wissenschaftliche Forschung kommuniziert wird, eine hervorragende Plattform, um Fragen zu meinem Thema stellen zu können.

Meine Frage an das Podium während einer Session „Welche Rolle spielen Social Media für die Medizinkommunikation und den gesellschaftlichen Zusammenhalt?“ könnte ich zeitgleich auf Twitter posten und so den Interaktionskreis zu diesem spezifischen Thema erweitern. Sicherlich bieten sich manche Themen leichter an, sie auf Social Media zur Diskussion zu stellen. Doch wer immer wieder auf Plattformen seiner Wahl unterwegs ist, der lernt die geeigneten Interaktionsgruppen auch kennen. Und so weiß ich, wann und wo ich mein Themen platzieren kann.

Manchmal tun sich auf diese Weise auch neue Interaktionspartner*innen auf: Stichwort: Medizinisches Personal als Influencer*innen in den sozialen Digitalmedien. Manche Personen lassen sich nun mal leichter kontaktieren, wenn ich bereits meine Themen auf den jeweiligen Social Media Kanälen platziert habe und dadurch zumindest etwas sichtbarer bin. Hier ein spannendes Interview mit Dr. Kefa Hamidi mit dem Titel „„Nicht reine Informationsvermittlung, sondern Kommunikation, Dialog und Austausch“.

In diesem Sinn geht „Probieren immer noch über Studieren“, ohne dabei eine kritische Reflexionsfähigkeit vor lauter Likes und Herzchen zu verlieren. Denn wir wissen, was wir twittern!

Kathrin Rosi Würtz

Doktorandin der Soziologie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn