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Forschungstagebuch: Soziologiekongress

Rosi Würtz 0

Corona und Covid-19 verlangen auch von Wissenschaftler*innen in einigen Bereichen ein Umdenken: So zum Beispiel auch in Sachen Kongressgestaltung. Ich hatte eigentlich damit gerechnet dieses Jahr für den 40. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie nach Berlin zu reisen. Nun wurden alle Vorträge und Präsentationen in ein Live-Online-Format übertragen.

Sitzmarathon für die Wissenschaft

Ich will nicht über lange Sitzeinheiten jammern, denn so ein Online-Kongress hat meiner Meinung nach mehr Vorteile als Nachteile. Für mich war der Wegfall der langen Anreise einer jener Vorteile. Außerdem konnte ich zwischendurch so viele Bewegungspausen machen, wie ich wollte. Sicherlich wäre es mir in einer Präsenzveranstaltung bedeutend schwerer gefallen, während einer Präsentation aufzustehen und mich durchzubewegen.

Das Programm war bunt bestückt und dank des Online-Formats war zwischendurch ein Wechsel der Sessions problemlos möglich. Dennoch muss ich sagen, dass es bereits kommuniktions- und interaktionsfreundlichere Plattformen gibt als Zoom (siehe BarCamp Bonn 2020 #DigitalSummer).

Vielfalt der soziologischen Disziplin

Bisher hatte ich noch nie an einem der Kongresse der DGS teilgenommen. Nun war die Einstiegsschwelle ohne die Anreise relativ niedrig gesetzt. Sehr überrascht hat mich das vielfältige Vortragsprogramm der unterschiedlichsten Sektionen und Ad-Hoc-Gruppen. Die einzelnen Untergruppierungen und fachlichen Ausdifferenzierung in der Soziologie werden auch als “Bindestrichsoziologien” bezeichnet.

Ich tummelte mich vor allem bei den Sessions der Medizin- und Gesundheitssoziologie, der Medien- und Kommunikationssoziologie und der Körper- und Sportsoziologie. Auch die Sessions der Wissenssoziologie und Technikforschung waren sehr ergiebig für mein Forschungsprojekt.

Besonders erinnerungswürdig erscheint mir die Ad-Hoc-Gruppe über “Podcasts in der Soziolgie”, die mir zeigte, dass das Podcasting innerhalb der Soziologie immer noch eine Randerscheinung zu sein scheint. Auf Twitter wurde mitterlmäßig oft das Hashtag #DGSoz2020 genutzt. Hier ein TweetThread meinerseits:

Wer mehr über den Soziologiekongress erfahren möchte, kann gerne auch meinen Live-Bericht auf rosiwuertz.com lesen.

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