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Forschungstagebuch: Schreiben was das Zeug hält

Rosi Würtz 0

Eine Doktorarbeit zu schreiben ist leider kein Zuckerschlecken, zumindest empfinde ich das so. Die meiste Zeit verbringe ich damit, Texte zu lesen und Texte zu schreiben. Im besten Fall verstehe ich die Dinge, die die Textautor*innen versuchen, mir in schriftlicher Form näher zu bringen. Manchmal ist dieses Unterfangen nicht einfach, ach was schreibe ich da: Es ist oft nicht einfach zu entschlüsseln, zumal der Schreibduktus oft nicht gerade einfach gestrickt ist.

Hoher Anspruch: Verständlichkeit und Zielgruppen

Wer schreibt, der bleibt! So der oft zitierte Spruch der schreibfleißigen Römer, den meine Lateinlehrerin auf dem Gymnasium immer mal wieder im Unterricht fallen ließ und der offensichtlich bei mir hängen geblieben ist. Doch für wen schreiben? Die Verständlichkeit von Texten steht und fällt mit der Zielgruppe, die diese erreichen sollen. Ich versuche derzeit einen Mittelweg zu finden zwischen hochtrabenden bandwurmartigen Konstrukten und Drei-Wort-Sätzen.

Laber-Rabarer: Kann ich das essen?

Meiner Meinung nach dürfen sich geisteswissenschaftliches Ideen und Gedanken nicht hinter ellenlangen, halbseitigen Satzmonstern verstecken. Gut verdauliche Sätze sind das Ergebnis eines längeren Denkprozesses, denn in der Kürze liegt die Würze.

Einen enorm gegenläufigen Text habe ich diese Woche geschrieben: Nun gut, vielleicht habe ich diesen absolut SEO-feindlichen Text auch mit Absicht auf die soziologische Hebebühne gehieft. Um den heißen Brei herumreden, mmmh lecker. Wer Hunger darauf hat, bitte hier entlang: Gesundheitskommunikation als Herausforderung: Die Corona-Pandemie aus soziologisch-gesundheitsethischer Perspektive.

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