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Forschungstagebuch: Grounded Theorie neu entdecken

Rosi Würtz 0

Kalenderwoche 36/2020: Der Herbst zieht langsam aber sicher ins Land. Die Teilnahme an Online-Workshops, die sich mit methodischen Fragen beschäftigen, ist definitiv ein Vorteil der Corona-Pandemie für mich. Ich wäre sicherlich nicht nach Dortmund oder Berlin gefahren, um an den Workshop-Angeboten teilzunehmen. Doch der Online-Zugang hat mir neue Möglichkeiten eröffnet.

Reisefaul

Müsste man mich klassifitieren, würde ich wohl unter mit “reisefaul” gestempelt werden. Ich gebe es offen zu, dass mich Reisen, die länger als 30 Minuten dauern, nicht sonderlich reizen. Uns so wäre ich wahrscheinlich auch nicht in oben genannte Städte gereist. Umso besser für mich, dass ich auch in dieser Woche an einem Online-Workshop über die Grounded Theory Methode und ihre praktische Umsetzung teilnehmen durfte.

Während derartiger Online-Sitzungen (im wahrsten Sinne des Wortes sind es Sitz-ungen) lerne ich jedes Mal dazu und dieses Mal kamen mir sehr gute Ideen als die Ursprungsstudie Grounded Theory Methode “Awareness of Dying” von Anselm Strauss und Barney Glaser schlaglichtartig von unserem Dozenten vorgestellt wurde. Und genau um diese “plötzlichen Ideen” geht es eben auch, wenn ich mit der Grounded Theory Methode forsche und meinen wissenschaftlichen und auch alltagsweltlichen Werkzeugkasten öffne.

Mein Werkzeugkasten

Jetzt habe ich den Namen meines methodischen Vorgehens schon mehrfach genannt und noch gar nicht erklärt, worum es sich dabei handelt. Klar, wie sooft, könnte ich ganze Forschungsblog-Regalwände mit einer genauen Beschreibung füllen. Hier sei nur kurz erwähnt: Die Grounded Theory Methode heißt so, weil die während der Forschungsarbeit zu entwickelnde Theorie tief auf dem Forschungsgegenstand gründet. An anderer Stelle und zu einem späteren Zeitpunkt werde ich hierzu noch eine bessere und ausführliche Beschreibung meines Werkzeugkastens liefern.

Für mich ist diese Woche entscheidend gewesen, die Möglichkeiten der Ground Theory Methode noch genauer kennenzulernen. Während meines Soziologiestudiums kam ich mit Methoden der qualitativen Sozialforschung nur sehr rudimentär in Kontakt. Aus diesem Grund ist es nun wichtig für mich, meine Werkzeuge zielführend zu erweitern.

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